LSD

LSD Papier Pappe Platte

LSD Pulver orangeBilder: US Drug Enforcement Agency

Was ist LSD?

  • Es ist ein starkes Halluzinogen, das die Wahrnehmung verändert.
  • LSD wird im Labor hergestellt.
  • LSD wird als „paper trip" bzw. Pappe (einer Art Briefmarke, auf der LSD aufgetragen ist) oder als Pille verkauft.

Wie wirkt LSD?

  • Ein LSD-Trip beginnt nach einer halben Stunde und dauert etwa acht Stunden an.
  • Der Konsument nimmt seine Umwelt verändert wahr. Er halluziniert, er sieht z.B. Dinge, die real nicht existieren.
  • Farben und Geräusche werden wesentlich intensiver erlebt.

Welche Risiken birgt LSD?

  • Die Wirkung von LSD ist nicht vorhersehbar!
  • Schlechte Trips, die „bad trips" genannt werden, kommen regelmäßig vor. Bei einem „bad trip" wird der Trip zu einem Albtraum.
  • Für labile und junge Menschen besteht ein besonderes Risiko für negative Erfahrungen.
  • Eine Trip-Erfahrung kann nach einigen Tagen oder Wochen erneut erlebt werden, ohne dass dann aktuell konsumiert wurde („Flash back").
  • Das Beurteilungsvermögen verändert sich, was dazu führt, dass Situationen falsch eingeschätzt werden.

Welches Suchtpotential hat LSD?

  • Wenn man LSD häufig aufeinanderfolgend konsumiert, verliert es einen Teil seiner Wirkung.
  • Die Gefahr der Abhängigkeit ist gering.

Wer nimmt LSD?

  • Ca. 1% der 12- bis 25-Jährigen hat Konsumerfahrungen mit LSD.
  • Ca. 0,2 % der 12- bis 17-Jährigen hat im letzten Jahr LSD konsumiert.

Staatliche Politik und Gesetzgebung

  • LSD ist gesetzlich als sog. „nicht verkehrsfähiges" Betäubungsmittel klassifiziert und dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterstellt.
  • Erwerb, Besitz, Herstellung, Abgabe und Handeln werden nach dem BtMG strafrechtlich verfolgt.
  • Ist die mitgeführte LSD-Menge offensichtlich zum Eigenkonsum bestimmt und handelt es sich um eine geringe Menge, kann der Staatsanwalt das Verfahren einstellen.

Quellenangabe

Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (2010). Hilfe, mein Kind pubertiert! Rauschmittelkonsum im Jugendalter und andere Herausforderungen. Leitfaden einer Seminarreihe für Eltern. Münster: Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

Übernommen mit freundlicher Genehmigung des LWL

Orth, B. (2016). Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2015. Rauchen, Alkoholkonsum und Konsum illegaler Drogen: aktuelle Verbreitung und Trends. BZgA-Forschungsbericht. Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.