Computerspiele & Internet

Junge spielt an einem PCBild: pixabay /Tomasz_Mikolajczyk (CC0)

Worum geht es?

  • So gut wie alle Jugendlichen und auch viele Kinder in Deutschland nutzen das Internet zumindest gelegentlich, in den meisten Fällen täglich.
  • Kommunikationsangebote wie Soziale Netzwerke, E-Mail oder Chatten stehen hierbei im Vordergrund. Video- oder Musikportale werden auch sehr häufig genutzt.
  • Besonders beliebte Computer- bzw. Konsolenspiele sind: Sportspiele (z.B. FIFA), Egoshooter bzw. sogenannte „Ballerspiele" (z.B. Counterstrike), Rennspiele (z.B. Need for Speed), Online-Rollenspiele (z.B. World of Warcraft) und Simulationen (z.B. Die Sims).

Computersucht, Internetsucht - welche Risiken gibt es?

  • Problematisch ist es, wenn das Internet / Computerspiele über einen längeren Zeitraum so stark genutzt werden, dass dies auf Kosten anderer Aktivitäten geht (z.B. Hausaufgaben, Lernen, Freunde treffen etc.). Leistungsabfall in der Schule, Verarmung sozialer Kontakte und - auf längere Sicht - Entwicklungshemmnisse können die Folge sein.
  • Es ist möglich, süchtig von Online-Aktivitäten oder von Computerspielen zu werden. Die Zeit vorm Computer läuft hierbei extrem aus dem Ruder und Betroffene werden nervös und gereizt, wenn sie nicht spielen bzw. im Internet surfen können.
  • Online-Rollenspiele (MMORPG) und Shooterspiele („Ballerspiele") haben das höchste Suchtpotenzial. Das liegt unter anderem daran, dass Rollenspiele sich besonders gut dazu eignen, aus der Realität „abzutauchen".
  • Kinder und Jugendliche sind eher gefährdet, computerspielabhängig zu werden oder eine Internetsucht zu entwickeln, wenn sie in der realen Welt nur wenige Erfolgserlebnisse oder ein kleines Netzwerk an Freunden haben.

Nutzung von Computerspielen & Online-Angeboten in Zahlen

  • Von den 12- bis 13-jährigen haben 91 % ein eigenes Smartphone, 62 % haben darauf eine Internetflat.
  • 45 % der Jugendlichen von 12 bis 19 Jahren spielen mehrmals pro Woche, 21 % täglich an Spielekonsolen oder am Computer.
  • Annähernd zwei Drittel (64 %) spielen mehrmals pro Woche oder täglich digitale Spiele an Smartphones, Tablets, Computer oder Konsolen.
  • Jugendliche sind unter der Woche durchschnittlich 200 Minuten täglich online.
  • Eine Internetabhängigkeit oder Onlinesucht liegt bei etwa 2 bis 4 % der 14-24-Jährige vor.

Weitere Informationen im News Artikel: Probleme durch intensive Computernutzung

Quellenangabe

Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (2016). JIM 2011. Jugend, Information, (Multi-)Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland. Stuttgart: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest. Download

Rumpf, H., Meyer, C., Kreuzer, A. & John, U. (2011). Prävalenz der Internetabhängigkeit (PINTA). Bericht an das Bundesministerium für Gesundheit. Download