Ecstasy / XTC / MDMA / E

bunte Ecstasy PillenBild: US Drug Enforcement Agency

Was ist Ecstasy?

  • Ecstasy hat eine doppelte Wirkung: Es puscht auf und hat eine bewusstseinsverändernde Wirkung.
  • Ecstasy wird in Pillen- oder Kapselform geschluckt.
  • Ecstasy wird im Labor hergestellt.
  • Der wirksame Stoff ist MDMA (3,4-Methylenedioxy-N-Methylamphetamine)

Wie wirkt Ecstasy?

  • Eine Ecstasy-Pille wirkt nach circa einer halben Stunde.
  • Sie gibt dem Konsumenten Energie, macht ihn klar und aufmerksam. Man fühlt sich freier, Hemmungen entfallen.
  • Nach vier bis sechs Stunden ist Ecstasy verarbeitet.
  • Ecstasy verstärkt die Stimmung.
  • Ecstasy führt zur Erhöhung von Körpertemperatur und Blutdruck.
  • Die Einnahme kann zu einem steifen Gefühl in den Kiefern und zu trockenem Mund und trockener Kehle führen.
  • Ecstasy kann Übelkeit hervorrufen.

Welche Risiken birgt Ecstasy?

  • Grundsätzlich weiß man nie, welche Stoffe tatsächlich in der Pille enthalten sind. Es können also andere, als die erwarteten Wirkungen eintreten.
  • Überhitzung durch langes Tanzen.
  • In Kombination mit Alkohol wird man übermütig, gleichzeitig steigt das Risiko auszutrocknen.
  • Ecstasy greift in den Hirnstoffwechsel ein, dies kann bei längerem Konsum zu Depressionen führen.
  • Über die Risiken von Ecstasy ist noch nicht alles bekannt.

Welches Suchtpotential hat Ecstasy?

  • Ecstasy kann zu psychischer Abhängigkeit führen. Ausgehen kann ohne Ecstasy nicht mehr genossen werden.
  • Es wird eine Toleranz aufgebaut. Um die stimulierende Wirkung zu spüren, muss die Dosis erhöht werden.
  • Ecstasy macht nicht körperlich abhängig.

Wer nimmt Ecstasy?

  • Ecstasy ist eine Ausgehdroge und wird z.B. auf Technopartys und in Diskotheken genommen.
  • 0,5 % der 12- bis 17-Jährigen und 2 % der 18- bis 25-Jährigen in Deutschland haben in den letzten 12 Monaten Ecstasy konsumiert.

Staatliche Politik und Gesetzgebung

  • Ecstasy ist eine illegale Droge und fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Die Herstellung, der Verkauf, Erwerb und Besitz (nicht aber der Konsum) von Pillen wird strafrechtlich verfolgt.
  • Es kann von einer Strafverfolgung abgesehen werden, wenn eine geringe Menge ausschließlich zum Eigenverbrauch mit sich geführt wird. In der Rechtspraxis sind das 2 bis 3 Konsumeinheiten.
  • Es gibt verschiedene Initiativen, die versuchen, die Konsumrisiken durch Aufklärung, Pillen-Testen (z.B. auf Techno-Partys vor Ort) und Untersuchungen zu begrenzen.

 

Quellenangabe

Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (2010). Hilfe, mein Kind pubertiert! Rauschmittelkonsum im Jugendalter und andere Herausforderungen. Leitfaden einer Seminarreihe für Eltern. Münster: Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

Übernommen mit freundlicher Genehmigung des LWL

Orth, B. (2016). Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2015. Rauchen, Alkoholkonsum und Konsum illegaler Drogen: aktuelle Verbreitung und Trends. BZgA-Forschungsbericht. Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.