Teilnahme an Glücksspielen

Glücksspielautomaten in einem CasinoBild: pixabay / deluxetrade (CC0)

Worum geht es?

  • Es gibt viele Möglichkeiten an Glücksspielen teilzunehmen. Hierzu zählen unter anderem Lotto, Rubbellose, Sportwetten, Spielautomaten, Poker, Roulette und verschiedene Arten von Online-Glücksspielen.
  • Hierbei wird immer um Geld gespielt und das Ergebnis ist vom Zufall abhängig.

Welche Risiken birgt die Teilnahme an Glücksspielen?

  • Viele Spieler/innen verbringen extrem viel Zeit mit dem Glücksspiel.
  • Je häufiger gespielt wird, umso stärker sind in der Regel die Verluste. Sobald die ersten Verluste eingetreten sind, versuchen viele Spieler/innen, das verlorene Geld zurückzugewinnen. Dies ist jedoch praktisch nicht möglich. Finanzielle Probleme entstehen.
  • Es werden Lügen und Ausreden benutzt, um an Geld zu kommen.
  • Es kommt bei der Arbeit und in der Schule zu Problemen.

Welches Suchtpotential hat die Teilnahme an Glücksspielen?

  • Wenn der mögliche Gewinn direkt auf die Spielrunde folgt, ist das Suchtrisiko besonders groß. Deshalb macht das Spielen am Geldautomaten und bei verschiedenen Online-Glücksspielen vergleichsweise schnell süchtig.
  • Der Spieler vergisst alles um sich herum, wenn er spielt.
  • Glücksspielsüchtige Menschen werden unruhig, wenn sie nicht spielen können.
  • Glücksspielsüchtige haben oft hohe Geldschulden.

Wer nimmt an Glücksspielen teil?

  • 42 % der Jugendlichen im Alter von 16 bis 17 Jahren haben schon einmal an einem Glücksspiel teilgenommen – obwohl es für Minderjährige nicht erlaubt ist.
  • Im Jahr 2015 zeigt sich bei 1,8 % der 16- und 17-jährigen Jugendli-
    chen ein auffälliges Glücksspielverhalten. Bei den Jungen (2,6 %) fällt dieser Anteil ca. dreimal so hoch aus wie bei den Mädchen (0,8 %).
  • In der Altersgruppe 18 bis 20 Jahre haben 56 % und von den 21- bis 25-jährigen bereits über 70 % an Glücksspielen teilgenommen.
  • Die Teilnahme  an  illegalen  Sportwetten  ist bei  18-  bis  20-jährigen  Männern  in den letzten Jahren deutlich  angestiegen und lag 2015 bei 13 %.
  • Insbesondere Jungen bzw. Männer nehmen an Glücksspielen teil.

Staatliche Politik und Gesetzgebung

  • Das gesetzliche Mindestalter zur Teilnahme an allen Glücksspielen liegt bei 18 Jahren.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie in den Elterninfos der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen, in der Broschüre "Glücksspielsucht - Erste Hilfe für Angehörige"  sowie unter www.check-dein-spiel.de.

 

Quellenangabe

Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (2010). Hilfe, mein Kind pubertiert! Rauschmittelkonsum im Jugendalter und andere Herausforderungen. Leitfaden einer Seminarreihe für Eltern. Münster: Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

Übernommen mit freundlicher Genehmigung des LWL.

Haß, Wolfgang & Lang, Peter (2016). Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland. Ergebnisse des Surveys 2015 und Trends. Forschungsbericht der BZgA. Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.