Halluzinogene Pilze / Zauberpilze

PilzeBeispiel-Bild: pixabay / stux (CC0)

Was sind halluzinogene Pilze?

  • Halluzinogene Pilze beinhalten Psilocybin, das die Wahrnehmung verändert.
  • Halluzinogene Pilze werden gegessen oder es wird Tee aus ihnen gezogen.

Wie wirken halluzinogene Pilze?

  • Das Erleben von Raum und Zeit sowie von Geräuschen und Farben wird verändert, teilweise intensiver wahrgenommen. Es kann zu mehr oder weniger starken Halluzinationen kommen.
  • Halluzinogene Pilze wirken drei bis sieben Stunden lang.

Welche Risiken bergen halluzinogene Pilze?

  • Der Verzehr von halluzinogenen Pilzen birgt die Gefahr von „Bad Trips", Angstanfällen, Verwirrung und Unruhe.
  • Der Konsum kann zu Übelkeit, Durst und zu einem frostigen und kalten Gefühl führen.
  • Die Stärke der halluzinogenen Pilze variiert, dadurch besteht die Gefahr der Überdosierung.
  • Beim Pflücken von halluzinogenen Pilzen besteht das Risiko der Verwechslung mit giftigen Arten.

Welches Suchtpotential haben halluzinogene Pilze?

  • Das Risiko der Abhängigkeit ist sehr gering.
  • Bei häufigem Konsum lässt die Wirkung der Pilze nach.

Wer nimmt sie?

  • Etwa einer von 500 Jugendlichen (0,2 % der 12- bis 17-Jährigen) in Deutschland hat im letzten Jahr halluzinogene Pflanzen konsumiert.
  • Von den 18- bis 25-Jährigen haben 1,4 % im letzten Jahr halluzinogene Pflanzen konsumiert.

Staatliche Politik und Gesetzgebung

  • Seit 1998 fallen psilocybinhaltige Pilze unter das Betäubungsmittelgesetz. Besitz, Anbau, Abgabe, Handel sowie Ein- und Ausfuhr dieser Pilze (im frischen oder getrockneten Zustand) ist strafbar.
  • Von einer Strafverfolgung kann abgesehen werden, wenn der Erwerb oder Besitz einer geringen Menge ausschließlich zum Eigengebrauch nachgewiesen werden kann (ca. 3 Konsumeinheiten, also ca. 40 – 60 mg Psilocybin oder 8 – 12 g getrocknete Pilze mit einem Anteil von 0,5 %).

Quellenangabe

Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (2010). Hilfe, mein Kind pubertiert! Rauschmittelkonsum im Jugendalter und andere Herausforderungen. Leitfaden einer Seminarreihe für Eltern. Münster: Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

Übernommen mit freundlicher Genehmigung des LWL

Orth, B. (2016). Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2015. Rauchen, Alkoholkonsum und Konsum illegaler Drogen: aktuelle Verbreitung und Trends. BZgA-Forschungsbericht. Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.