Kliniken

Ärzte in einem KlinikzimmerDie Behandlung für Abhängige findet häufig in Form einer stationären Behandlung in einer Fachklinik statt. Sie wird bei Minderjährigen in der Regel in Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie durchgeführt. Viele dieser Kliniken halten spezielle Behandlungsangebote für Jugendliche mit Abhängigkeitserkrankungen vor bzw. sind vernetzt mit Einrichtungen der Suchthilfe. Hier kann auch eine umfassende Diagnostik erfolgen, ob evtl. der Abhängigkeitsproblematik seelische Störungen, wie z.B. Störungen des Sozialverhaltens, ADHS oder beginnende Persönlichkeitsstörungen zugrunde liegen. Klinikadressen finden Sie hier. Beratungsstellen helfen bei der Suche nach einem geeigneten Therapieplatz und bei der Kostenklärung.

In spezialisierten Klinken werden sowohl Einzel- als auch Gruppentherapiesitzungen eingesetzt, um eine bestehende Suchterkrankung zu behandeln. In den meisten Fällen kommen dabei verhaltenstherapeutische Maßnahmen zum Einsatz. Gelegentlich werden zudem auch Medikamente zur Unterstützung der Therapie einer Abhängigkeit eingesetzt.

Eine stationäre Behandlung, bei der die Patienten in der Klinik wohnen, dauert in der Regel mehrere Wochen. Die Betroffenen selbst sollen im Rahmen der Behandlung lernen, ihr Leben unabhängig von Suchtmitteln wieder selbstbestimmt zu gestalten. Neben einem stationären Aufenthalt in der Klinik kommt je nach Schwere der Erkrankung ggf. auch eine ambulante Behandlung in Frage. In diesem Fall halten sich die Patienten lediglich tagsüber für ihre Therapie in der Klinik auf.

Die Behandlung einer Alkohol-, Medikamenten- oder Drogenabhängigkeit wird in der Regel von Krankenkassen oder der Rentenversicherung übernommen. Zugang zu einer Therapie in Klinken erhalten Betroffene über Beratungsstellen oder über niedergelassene Fachärzte (bspw. Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie). Dort werden die verfügbaren Therapieoptionen erläutert und gemeinsam mit den Betroffenen entsprechend ausgewählt.